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Die Woche IM FOKUS: Gewinnmitnahmen bei Tech-Aktien, Rekorde im Dow und neue Zinssignale

Die vergangene Börsenwoche stand ganz im Zeichen einer Sektorrotation. Während Anleger nach der starken Rallye im ersten Halbjahr vor allem bei Technologie- und KI-Aktien Gewinne realisierten, profitierten klassische Value-Titel und trieben den Dow Jones auf neue Rekordstände. Gleichzeitig sorgten schwächere US-Arbeitsmarktdaten für sinkende Zinserhöhungserwartungen, während sich die Renditen europäischer Staatsanleihen leicht erholten. In der kommenden Woche rücken die Fed, die EZB sowie wichtige Konjunkturdaten aus den USA, Europa und China in den Mittelpunkt.

Aktienmärkte: Tech-Rally pausiert, Value übernimmt

Nach einer außergewöhnlich starken ersten Jahreshälfte kam es im US-Technologiesektor zu deutlichen Gewinnmitnahmen. Besonders Halbleiter- und KI-Unternehmen gerieten unter Druck: Nvidia verlor an Dynamik, während Micron und SanDisk zeitweise zweistellige Kursverluste verzeichneten. Selbst starke Auslieferungszahlen von Tesla konnten den Verkaufsdruck im Technologiesektor nicht aufhalten. Gleichzeitig schichteten viele Investoren in defensivere Value-Aktien um, wodurch der Dow Jones neue Höchststände erreichte.

Auch in Europa sorgte Rheinmetall für Schlagzeilen. Nach dem Rückschlag rund um das gestoppte F126-Fregattenprogramm gewann die Aktie innerhalb weniger Tage wieder deutlich an Wert und überschritt erneut die Marke von 1.000 Euro. Unterstützt wurde die Erholung durch Insiderkäufe aus dem Management sowie die Einschätzung des Unternehmens, dass die Auswirkungen des Projektausfalls auf die mittelfristige Umsatzentwicklung begrenzt bleiben dürften.

Rentenmärkte: Schwächere US-Daten dämpfen Zinserwartungen

Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg im Wochenverlauf auf 2,93 % und verzeichnete damit den ersten Wochenanstieg seit Anfang Juni. Auslöser waren vor allem Positionsanpassungen nach der Entspannung im Nahen Osten sowie höhere Langfristrenditen in Japan. Dennoch liegen die Renditen weiterhin deutlich unter den Höchstständen vom Mai. Sinkende Energiepreise, eine überraschend niedrige Inflation und vorsichtige Aussagen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde haben die Erwartungen an weitere Zinsschritte spürbar reduziert.

In den USA blieb der Anleihemarkt am Freitag aufgrund des Independence Day geschlossen. Bereits am Donnerstag sorgte jedoch ein schwächer als erwarteter Arbeitsmarktbericht für fallende Renditen. Nur 57.000 neu geschaffene Stellen sowie deutliche Abwärtsrevisionen der Vormonate reduzierten die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung im September. Gleichzeitig betonte Fed-Chef Kevin Warsh, dass derzeit keine Eile für weitere Zinsschritte bestehe.

Konjunktur: Robuster Arbeitsmarkt, sinkende Lebensmittelpreise

Die Arbeitslosenquote in der Eurozone blieb mit 6,2 % auf dem niedrigsten Stand seit Einführung der gemeinsamen Statistik. Besonders Deutschland und die Niederlande verzeichneten weiterhin sehr niedrige Quoten, während Spanien und Frankreich die höchsten Arbeitslosenraten innerhalb der großen Volkswirtschaften aufwiesen. Insgesamt bestätigt der Arbeitsmarkt bislang die vergleichsweise stabile Verfassung der europäischen Wirtschaft.

Entlastung kam zudem von den globalen Lebensmittelpreisen. Der FAO Food Price Index fiel bereits den zweiten Monat in Folge. Vor allem Getreide, Weizen, Zucker und Milchprodukte verbilligten sich aufgrund verbesserter Angebotsbedingungen. Lediglich Fleisch sowie Pflanzenöle entwickelten sich weiter aufwärts. Die Entwicklung könnte den Inflationsdruck in den kommenden Monaten zusätzlich begrenzen.

Ausblick auf die kommende Woche

In den USA richtet sich der Fokus auf das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung. Anleger erhoffen sich Hinweise darauf, wie die Notenbank die zuletzt schwächeren Arbeitsmarktdaten bewertet und ob sich die Haltung zu möglichen Zinserhöhungen verändert hat. Darüber hinaus stehen der ISM-Dienstleistungsindex, die Handelsbilanz sowie Daten vom Immobilienmarkt auf der Agenda.

In Europa veröffentlicht die EZB das Sitzungsprotokoll ihrer Juni-Sitzung. Zusätzlich rücken die Einzelhandelsumsätze der Eurozone sowie Industrie- und Außenhandelsdaten aus Deutschland in den Fokus. Internationale Aufmerksamkeit erhalten außerdem die chinesischen Inflationszahlen sowie wichtige Konjunkturdaten aus Japan. Auch die weiteren Entwicklungen rund um die US-Iran-Gespräche dürften von den Finanzmärkten aufmerksam verfolgt werden.

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Über AMF Capital AG
Die AMF Capital AG ist eine unabhängige Investmentgesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main, die sich auf das Management von Aktien- und Rentenfonds sowie auf die Vermögensverwaltung individueller Mandate spezialisiert hat. Die Gesellschaft verfolgt eine langfristige, wertebasierte Anlagestrategie, die auf fundierten Analysen und einem bewährten Investmentprozess basiert.

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Weitere Beiträge

  • Starke KI-Zahlen trafen auf steigende Renditen und einen schwächeren US-Konsumenten. Während CoreWeave mit Wachstum überzeugte, blieb bei Constellation Software das organische Tempo im Fokus. Gleichzeitig erreichten Bundes- und französische Staatsanleihen neue Mehrjahreshochs bei den Renditen.

  • Die Aktienmärkte fanden zurück in die Spur, unterstützt von starken Quartalszahlen und einer Erholung im Technologiesektor. Gleichzeitig sorgte ein überraschend schwacher US-Arbeitsmarkt für sinkende Treasury-Renditen und weniger Zinserhöhungsfantasie. In China bleibt die Nachfrage verhalten. In der kommenden Woche rücken vor allem die US-Inflationsdaten in den Mittelpunkt.

  • Die Kapitalmärkte wurden in dieser Woche vor allem von einer überzeugenden Berichtssaison großer US-Technologieunternehmen geprägt. Gleichzeitig rückten geldpolitische Signale der Notenbanken sowie anhaltender Inflationsdruck wieder stärker in den Fokus. Auch die jüngsten Konjunkturdaten zeichneten ein gemischtes Bild.

  • Die Berichtssaison nahm in dieser Woche deutlich an Fahrt auf und zeigte einmal mehr, wie stark Unternehmenszahlen und Ausblicke die Märkte bewegen können. Gleichzeitig sorgten steigende Anleiherenditen, eine vorsichtigere EZB und gemischte Konjunkturdaten für ein anspruchsvolles Marktumfeld.