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Die Woche IM FOKUS: Zwischen KI-Milliarden und steigenden Zinsen

Die Berichtssaison nahm in dieser Woche deutlich an Fahrt auf und zeigte einmal mehr, wie stark Unternehmenszahlen und Ausblicke die Märkte bewegen können. Gleichzeitig sorgten steigende Anleiherenditen, eine vorsichtigere EZB und gemischte Konjunkturdaten für ein anspruchsvolles Marktumfeld. In der kommenden Woche richtet sich der Blick auf die Fed, zahlreiche Schwergewichte der Berichtssaison sowie wichtige Wachstums- und Inflationsdaten.

Aktienmärkte: KI-Investitionen bleiben das große Thema

Die Quartalszahlen von Alphabet und Tesla standen im Mittelpunkt der Woche. Alphabet überzeugte mit einem Umsatzplus von 24 % und einem starken Cloud-Geschäft, sorgte jedoch mit deutlich höheren Investitionsplänen von 195 bis 205 Mrd. USD für Skepsis. Anleger stellen zunehmend die Frage, wann sich die milliardenschweren KI-Investitionen in nachhaltig höheren Gewinnen und Free Cashflows niederschlagen werden.

Auch die Deutsche Börse präsentierte robuste Zahlen. Das Unternehmen profitierte erneut von seinem skalierbaren Geschäftsmodell, wobei insbesondere das margenstarke Daten- und Softwaregeschäft weiter an Bedeutung gewinnt. Die Prognose wurde zwar angehoben, allerdings ausschließlich aufgrund höherer Zinserträge.

Rentenmärkte: Renditen steigen, Notenbanken bleiben vorsichtig

Die Europäische Zentralbank beließ ihre Leitzinsen im Juli unverändert. Nach der Zinserhöhung im Juni signalisiert die EZB angesichts einer nachlassenden Inflation und einer schwächeren Konjunktur zunächst Geduld. Gleichzeitig warnte Präsidentin Christine Lagarde, dass dauerhaft hohe Energiepreise erneut Inflationsdruck erzeugen könnten.

In den USA stiegen die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen den fünften Handelstag in Folge auf rund 4,70 % und erreichten damit den höchsten Stand seit Anfang 2025. Neue US-Zölle, höhere Energiepreise und ein robuster Arbeitsmarkt führten zu steigenden Zinserwartungen und ließen Spekulationen über eine restriktivere Fed wieder aufleben.

Konjunktur: Gemischte Signale auf beiden Seiten des Atlantiks

In den USA erreichten die Hypothekenzinsen mit 6,69 % den höchsten Stand seit August 2025. Trotz der höheren Finanzierungskosten legten die Kaufanträge überraschend zu, während Refinanzierungen weiter rückläufig waren.

In Deutschland verschlechterte sich das GfK-Konsumklima erneut. Schwächere Einkommenserwartungen und eine hohe Sparneigung belasten weiterhin die Verbraucherstimmung. Positiv entwickelte sich dagegen die Anschaffungs- und Konjunkturerwartung, wenngleich das Vertrauen der Verbraucher insgesamt auf niedrigem Niveau bleibt.

Ausblick auf die kommende Woche

Die bevorstehende Woche zählt zu den wichtigsten des bisherigen Börsenjahres. Mit Microsoft, Meta, Amazon und Apple berichten gleich vier der größten US-Technologiekonzerne über ihre Quartalsergebnisse. Daneben stehen unter anderem Visa, Mastercard, Boeing, Exxon Mobil, Chevron, Qualcomm, Starbucks, Ford und PayPal im Fokus.

Makroökonomisch richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Fed-Sitzung, die erste Schätzung des US-BIP für das zweite Quartal sowie den PCE-Inflationsbericht. In Europa stehen die Sitzung der Bank of England, das BIP der Eurozone sowie Inflations- und Arbeitsmarktdaten im Mittelpunkt. In Asien verfolgen Anleger die Politbüro-Sitzung in China und die geldpolitischen Signale der Bank of Japan.

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Über AMF Capital AG
Die AMF Capital AG ist eine unabhängige Investmentgesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main, die sich auf das Management von Aktien- und Rentenfonds sowie auf die Vermögensverwaltung individueller Mandate spezialisiert hat. Die Gesellschaft verfolgt eine langfristige, wertebasierte Anlagestrategie, die auf fundierten Analysen und einem bewährten Investmentprozess basiert.

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Weitere Beiträge

  • Starke KI-Zahlen trafen auf steigende Renditen und einen schwächeren US-Konsumenten. Während CoreWeave mit Wachstum überzeugte, blieb bei Constellation Software das organische Tempo im Fokus. Gleichzeitig erreichten Bundes- und französische Staatsanleihen neue Mehrjahreshochs bei den Renditen.

  • Die Aktienmärkte fanden zurück in die Spur, unterstützt von starken Quartalszahlen und einer Erholung im Technologiesektor. Gleichzeitig sorgte ein überraschend schwacher US-Arbeitsmarkt für sinkende Treasury-Renditen und weniger Zinserhöhungsfantasie. In China bleibt die Nachfrage verhalten. In der kommenden Woche rücken vor allem die US-Inflationsdaten in den Mittelpunkt.

  • Die Kapitalmärkte wurden in dieser Woche vor allem von einer überzeugenden Berichtssaison großer US-Technologieunternehmen geprägt. Gleichzeitig rückten geldpolitische Signale der Notenbanken sowie anhaltender Inflationsdruck wieder stärker in den Fokus. Auch die jüngsten Konjunkturdaten zeichneten ein gemischtes Bild.

  • Die Berichtssaison prägte die Woche: ASML überzeugte mit starken Zahlen, während Netflix den Markt trotz solider Ergebnisse enttäuschte. An den Rentenmärkten sorgten rückläufige US-Inflationsdaten für sinkende Renditen, während Japans Anleiherenditen weiter stiegen. Makroökonomisch standen gemischte Konjunkturdaten aus Großbritannien sowie der schwächere Außenhandel der Eurozone im Fokus.