
Die Woche IM FOKUS: AT1-Risiken, Chrome-Poker & trübe Konjunkturaussichten
Eine Woche mit spannenden Signalen aus den Kapitalmärkten: Spezielle Anleihen geraten in den Fokus, Tech-Giganten kämpfen mit regulatorischem Gegenwind – und aus der Konjunktur kommen Warnzeichen.
Rentenmärkte: CoCo-Boom und steigende Renditen
AT1-Anleihen, also Contingent Convertibles (CoCos), erfreuen sich plötzlich großer Beliebtheit – trotz ihrer Risiken. Die Risikoprämien fallen auf historische Tiefs, was Anleger alarmieren sollte. Gleichzeitig steigt die Rendite der 30-jährigen Bundesanleihe auf ein 13-Jahres-Hoch von 3,3 % – als Reaktion auf massive Investitionspläne der Bundesregierung.
Aktienmärkte: Sixt stark, Chrome vor Zwangsverkauf?
Sixt liefert solide Zahlen mit Rekordumsatz und stabiler Jahresprognose – doch der Markt reagiert verhalten. Analysten hatten mehr erwartet. Spannend auch: Die KI-Suchmaschine Perplexity will Google Chrome kaufen – für 34,5 Mrd. USD. Der Fall könnte ein Präzedenzfall für Big Tech & Regulierer werden.
Konjunktur: Zölle, Defizite und ein Stimmungsdämpfer
US-Zolleinnahmen erreichen ein Allzeithoch, das Haushaltsdefizit wächst trotzdem. Die US-Inflation bleibt stabil, die Kerninflation zieht leicht an. In Deutschland enttäuschen die ZEW-Konjunkturerwartungen: Schlechte Zahlen aus Q2 und Skepsis gegenüber dem Handelsabkommen mit den USA belasten die Stimmung spürbar.
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Über AMF Capital AG
Die AMF Capital AG ist eine unabhängige Investmentgesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main, die sich auf das Management von Aktienfonds, Rentenfonds und die Vermögensverwaltung individuellen Mandaten spezialisiert hat. Die Gesellschaft verfolgt eine langfristige und wertebasierte Anlagestrategie, die auf tiefgehenden Analysen und einem bewährten Investmentprozess basiert.
Die Märkte standen diese Woche im Spannungsfeld zwischen strukturellem Wachstum und geopolitischen Risiken. Während starke Unternehmenszahlen – allen voran aus dem Halbleitersektor – den KI-Boom untermauern, belasten steigende Energiepreise und Unsicherheiten im Nahen Osten die Erwartungen.
Die Woche zeigte ein gemischtes Bild an den Märkten: Während Technologiethemen rund um KI für Zuversicht sorgten, bleiben konsumabhängige Geschäftsmodelle unter Druck. Anleihemärkte profitierten von rückläufigen Renditen in ausgewählten Schwellenländern. Gleichzeitig deuten robuste US-Arbeitsmarktdaten auf anhaltenden Inflationsdruck hin.
Die Woche war geprägt von steigenden geopolitischen Spannungen, die sich sowohl in höheren Renditen als auch in erhöhter Volatilität an den Aktienmärkten widerspiegelten. Während Tech-Werte unter regulatorischem Druck standen, rückte Japan stärker in den Fokus globaler Investoren. Gleichzeitig trübten sich die Konsumindikatoren in Europa deutlich ein.
Die Märkte standen erneut im Zeichen geopolitischer Spannungen und steigender Energiepreise. Während Aktienmärkte weiter unter Druck standen, sorgten robuste Unternehmensnachrichten punktuell für Stabilität. Anleihemärkte reagierten sensibel auf restriktive Zentralbanksignale, während schwächere Konjunkturdaten zusätzliche Unsicherheit brachten.

