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Fondsmanagerinterview von FondsSuperMarkt mit Endrit Çela
(12.09.2025) Der AMF – Family & Brands Aktien basiert auf zwei Investmentideen: Starke Marken bedeuten für die dahinterstehenden Unternehmen und ihre Inhaber Wettbewerbs- und Ertragsvorteile. Die Wertentwicklung von Unternehmen und ihren Aktien beruht auf einer langfristig klugen Allokation der Unternehmensressourcen, die man vor allem dort unterstellen kann, wo das Unternehmensmanagement selbst langfristig an Ertrag und Risiko des Unternehmens beteiligt ist. Portfoliomanager Endrit Ҫela erklärt im Interview, warum Marken nicht auf den Konsumbereich beschränkt sind, und welche Rolle die USA, Frankreich und die Schwellenländer im Fonds spielen.
FondsSuperMarkt: Welche Investmentidee steckt hinter dem AMF – Family & Brands Aktien? Warum sind inhabergeführte und Markenunternehmen lohnende Investitionen?
Endrit Ҫela: Die Investmentidee des AMF – Family & Brands Aktienfonds basiert auf der Überzeugung, dass familiengeführte Unternehmen und starke Marken überdurchschnittliche Renditechancen bei gleichzeitig geringeren Schwankungen bieten. Unser Ziel ist es, ein konzentriertes Portfolio aus finanziell soliden, langfristig orientierten und nachhaltig handelnden Unternehmen aufzubauen, die auch in einem sich wandelnden wirtschaftlichen Umfeld ihre Marktposition behaupten können.
Familienunternehmen überzeugen durch langfristige Planung, eine starke Identifikation des Managements und eine solide Finanzstruktur. Sie weisen oft geringere Verschuldung, stabilere Cashflows und eine höhere Krisenresilienz auf. Markenunternehmen hingegen profitieren von Preissetzungsmacht, Kundentreue und einer klaren Marktposition, was zu nachhaltig hohen Margen und stabilem Wachstum führt.
Diese Kombination aus Stabilität, Markenstärke und Innovationskraft schafft ein attraktives Risiko-Rendite-Profil und macht unsere Investmentphilosophie für Anleger und Berater gleichermaßen klar nachvollziehbar. Wir investieren bewusst in Unternehmen mit soliden Geschäftsmodellen, die langfristig Mehrwert schaffen – unabhängig von kurzfristigen Markttrends.
FondsSuperMarkt: Welchen quantitativen Kriterien folgen Sie bei Ihrer Investmentauswahl?
Endrit Ҫela: Wir verstehen uns als Qualitäts-Investoren und fokussieren uns auf Unternehmen mit nachhaltigem Wachstum. Bei unserer Investmentauswahl folgen wir klaren quantitativen Kriterien und prüfen dabei verschiedene Kennzahlen sehr genau.
Im Mittelpunkt steht für uns, dass Umsatz und Gewinne eines Unternehmens langfristig steigen. Idealerweise sehen wir über einen Zeitraum von zehn Jahren in rund 80 bis 90 Prozent der Fälle eine positive Entwicklung bei beiden. Ebenso achten wir auf ein solides Free-Cashflow-Wachstum und eine gesunde Free-Cashflow-Rendite als wichtige Bewertungsmaßstäbe.
Darüber hinaus betrachten wir klassische Kennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), die Eigenkapitalquote und den Verschuldungsgrad. Gerade angesichts des aktuellen Zinsumfelds bevorzugen wir Unternehmen mit wenig bis gar keiner Nettoverschuldung. Zusätzlich prüfen wir, ob Unternehmen Aktienrückkaufprogramme verfolgen und eine stabile Dividendenpolitik haben – auch wenn wir nicht dividendenorientiert investieren.
Schließlich analysieren wir die zukünftige Ertragskraft: Wir bewerten das erwartete EPS-Wachstum und die Entwicklung des Free-Cashflow-Yields auf Sicht der nächsten fünf Jahre, um das Renditepotenzial besser einschätzen zu können.
FondsSuperMarkt: Denkt man an Marken, fallen einem als erstes Konsumartikel ein. Und tatsächlich machen zyklische und nicht-zyklische Konsumaktien knapp 30% des aktuellen Fondsportfolios aus, während Sektoren, wie Grundstoffe, Energie, Industrie, Versorger oder Immobilien, in denen Marken eine eher untergeordnete Rolle spielen, nur gering gewichtet sind. Impliziert die Fokussierung auf Markenunternehmen eine gewisse Vorauswahl der Branchen, in die Sie investieren?
Endrit Ҫela: Ja, die Fokussierung auf Markenunternehmen impliziert in gewisser Weise eine Vorauswahl der Branchen, in die wir investieren. Konsumgüter sind dabei erwartungsgemäß stark vertreten, weil Marken hier eine besonders wichtige Rolle für Kaufentscheidungen, emotionale Bindung und Preissetzungsmacht spielen. Entsprechend machen zyklische und nicht-zyklische Konsumaktien derzeit rund 30 % unseres Portfolios aus.
Allerdings wäre es eine Verkürzung, Marken nur auf Mode, Luxus oder Konsumgüter zu beschränken. Unser Ansatz geht bewusst darüber hinaus und erkennt die Relevanz von Marken in ganz unterschiedlichen Sektoren:
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Über AMF Capital AG
Die AMF Capital AG ist eine unabhängige Investmentgesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main, die sich auf das Management von Aktienfonds, Rentenfonds und die Vermögensverwaltung individuellen Mandaten spezialisiert hat. Die Gesellschaft verfolgt eine langfristige und wertebasierte Anlagestrategie, die auf tiefgehenden Analysen und einem bewährten Investmentprozess basiert.
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