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Die Woche IM FOKUS: Tech-Erholung trifft auf schwächeren US-Arbeitsmarkt
Die Aktienmärkte fanden zurück in die Spur, unterstützt von starken Quartalszahlen und einer Erholung im Technologiesektor. Gleichzeitig sorgte ein überraschend schwacher US-Arbeitsmarkt für sinkende Treasury-Renditen und weniger Zinserhöhungsfantasie. In China bleibt die Nachfrage verhalten. In der kommenden Woche rücken vor allem die US-Inflationsdaten in den Mittelpunkt.
Aktienmärkte: Starke Zahlen bringen Tech zurück
Die Aktienmärkte erholten sich im Wochenverlauf, wobei insbesondere der Nasdaq und zahlreiche Technologiewerte wieder zulegen konnten. Uber meldete mit 3,87 Mrd. Fahrten, 208 Mio. aktiven Nutzern und Bruttobuchungen von 58 Mrd. USD neue Rekordwerte. Der Umsatz stieg um 12% auf 14,2 Mrd. USD, der Nettogewinn erreichte 2,39 Mrd. USD. Trotz eines zunächst verhalten aufgenommenen Ausblicks und eines Kursrückgangs am Berichtstag drehte die Aktie zum Freitag kräftig nach oben.
Auch Novo Nordisk überzeugte operativ. Das orale Wegovy verzeichnete einen starken Start, während der bereinigte Umsatz um 7% auf 78,5 Mrd. DKK und der bereinigte Betriebsgewinn um 11% auf 33,4 Mrd. DKK stiegen. Das Unternehmen hob daraufhin seine Jahresprognose an. Nach einer zunächst negativen Marktreaktion erholte sich auch die Novo-Nordisk-Aktie zum Wochenschluss deutlich.
Rentenmärkte: Arbeitsmarkt drückt Treasury-Renditen
Am US-Rentenmarkt sorgte der schwache Arbeitsmarktbericht am Freitag für Bewegung. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fiel um rund 7 Basispunkte auf 4,6%, während die eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Fed im September von 58% auf 42% sank. Entscheidend bleiben nun die kommenden Inflationsdaten: Sollten diese erneut deutlich stärker ausfallen, könnte die Diskussion über einen weiteren Zinsschritt schnell zurückkehren.
Auch China bleibt für Anleiheinvestoren relevant. Die Inflation sank im Juli von 1,0% auf 0,5% und damit stärker als erwartet. Gleichzeitig fiel die Rendite zehnjähriger chinesischer Staatsanleihen von knapp 1,8% Ende Juli auf rund 1,7%. Die schwache Preisentwicklung zeigt, dass die Gefahr anhaltend niedriger Inflation beziehungsweise deflationärer Tendenzen noch nicht gebannt ist.
Konjunktur: US-Arbeitsmarkt überrascht negativ
Der US-Arbeitsmarkt lieferte die wichtigste Konjunkturüberraschung der Woche. Statt der erwarteten 80.000 zusätzlichen Stellen gingen im Juli 23.000 Jobs verloren. Hinzu kamen Abwärtsrevisionen für Mai und Juni von zusammen 103.000 Stellen. Besonders deutlich waren die Verluste im kommunalen Bildungssektor und im Einzelhandel, während das Gesundheitswesen Beschäftigung aufbaute.
In China bleibt die schwache Binnennachfrage ebenfalls ein zentrales Thema. Die Produzentenpreise lagen im Juli 3,5% über dem Vorjahresniveau, schwächten sich gegenüber Juni jedoch deutlich ab. Im Monatsvergleich fielen die Preise um 0,9%. Für Anleger bleibt damit entscheidend, ob es China gelingt, die Kreditnachfrage und den Binnenkonsum nachhaltig zu stabilisieren.
Ausblick auf die kommende Woche
In den USA stehen die Juli-Inflationsdaten im Mittelpunkt. Erwartet werden ein monatlicher CPI-Anstieg von 0,1% und ein Plus der Kernrate von 0,2%. Im Jahresvergleich dürfte sich die Inflation auf 3,4% beziehungsweise 2,5% abschwächen. Hinzu kommen Erzeugerpreise, Einzelhandelsumsätze, das Verbrauchervertrauen der University of Michigan, Bestandsimmobilienverkäufe und der NFIB-Index.
In Europa richtet sich der Blick insbesondere auf Großbritannien, wo sich das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal auf voraussichtlich 0,4% verlangsamt hat. Im Euroraum stehen Industrieproduktion, die zweite BIP-Schätzung für das zweite Quartal sowie Beschäftigungs- und Handelsdaten an. China veröffentlicht neue Kredit- und Geldmengendaten, während in Japan das Protokoll der Juli-Sitzung der Bank of Japan weitere Hinweise auf den geldpolitischen Kurs liefern könnte.
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Über AMF Capital AG
Die AMF Capital AG ist eine unabhängige Investmentgesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main, die sich auf das Management von Aktien- und Rentenfonds sowie auf die Vermögensverwaltung individueller Mandate spezialisiert hat. Die Gesellschaft verfolgt eine langfristige, wertebasierte Anlagestrategie, die auf fundierten Analysen und einem bewährten Investmentprozess basiert.
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Starke Zahlen von Salesforce und Nvidia unterstrichen erneut die Dynamik rund um KI, während falkenhafte Fed-Signale die Renditen an den Anleihemärkten nach oben trieben. Konjunkturell überzeugte Indien, während der deutsche Arbeitsmarkt schwach blieb. In der kommenden Woche rücken vor allem US-Arbeitsmarktdaten und die europäische Inflation in den Fokus.
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