Die Woche IM FOKUS_Header_AMF Capital_Endrit Cela

Sichern Sie sich jetzt die PDF-Datei mit 6 exklusiven Charts – Download unten verfügbar.

Die Woche IM FOKUS: KI-Wachstum trifft Renditedruck

Starke KI-Zahlen trafen auf steigende Renditen und einen schwächeren US-Konsumenten. Während CoreWeave mit Wachstum überzeugte, blieb bei Constellation Software das organische Tempo im Fokus. Gleichzeitig erreichten Bundes- und französische Staatsanleihen neue Mehrjahreshochs bei den Renditen. In der kommenden Woche rücken Fed- und EZB-Protokolle, PMIs sowie neue Konjunkturdaten in den Mittelpunkt.

Aktienmärkte: KI-Infrastruktur überzeugt, Software bleibt unter Beobachtung

CoreWeave präsentierte ein starkes zweites Quartal: Der Umsatz stieg um 112% auf 2,58 Mrd. USD, während sich das bereinigte EBITDA auf 1,5 Mrd. USD verdoppelte. Besonders auffällig war der Auftragsbestand, der um 246% auf 104 Mrd. USD anwuchs. Nach der angehobenen Jahresprognose sprang die Aktie nachbörslich um rund 14%. Bei Constellation Software stieg der Umsatz dagegen um 17%, organisch jedoch nur um rund 3% – angesichts der Diskussion um den Einfluss von KI auf etablierte Software-Geschäftsmodelle reichte das nicht, um die hoch bewertete Aktie zu stützen.

Rentenmärkte: Renditen erreichen neue Mehrjahreshochs

Der Druck auf die Rentenmärkte hielt an: Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg auf 3,21% und damit auf den höchsten Stand seit Mai 2011. Höhere US-Renditen, steigende Ölpreise infolge der Iran-Spannungen und eine Eurozonen-Inflation von zuletzt 2,9% hielten die Zinserwartungen hoch. Noch deutlicher zeigt sich die Risikoprämie in Frankreich, wo zehnjährige Staatsanleihen zeitweise 4,06% rentierten und der Spread zu Bundesanleihen auf rund 85 Basispunkte stieg. Für Anleger bedeutet das erhöhte Zinsrisiken – zugleich eröffnen die gestiegenen Renditen wieder attraktivere Einstiegsniveaus.

Konjunktur: US-Verbraucher vorsichtiger, Weizenpreise ziehen an

Das Konsumklima der University of Michigan fiel im August überraschend auf 51,0 Punkte und damit deutlich stärker als erwartet. Gleichzeitig stiegen die Inflationserwartungen auf 4,3%, während nur noch 8% der Befragten mit steigenden Realeinkommen rechnen – ein Signal, das am Freitag auch die US-Aktienmärkte belastete. Abseits der klassischen Konjunkturdaten rücken zudem die Weizenpreise wieder in den Fokus: Seit rund einem Jahr stieg der Preis von etwa 190 auf 256 USD je Tonne. Allein diese Woche sorgten neue Spannungen zwischen Russland und der Ukraine für einen Anstieg von gut 5%.

Ausblick auf die kommende Woche

In den USA dürfte das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung am Mittwoch besonders aufmerksam gelesen werden, nachdem gleich drei Mitglieder für eine Zinsanhebung gestimmt hatten. Hinzu kommen Daten zu Industrieproduktion, Wohnungsmarkt, Arbeitsmarkt und die Flash-PMIs sowie Quartalszahlen von Walmart, Home Depot und Target. In Europa stehen das EZB-Protokoll, die ZEW-Erwartungen und die Flash-PMIs im Mittelpunkt, während Großbritannien neue Inflations-, Arbeitsmarkt- und Einzelhandelsdaten veröffentlicht. Auch Asien liefert mit chinesischen Aktivitätsdaten und Loan Prime Rates sowie Japans BIP, Inflation und Handelsbilanz wichtige Impulse für die globale Konjunktureinschätzung.

Noch nicht angemeldet? Verpassen Sie keine wichtigen Updates mehr und abonnieren Sie jetzt hier unseren Newsletter, um wöchentlich die wichtigsten Markteinblicke direkt in Ihr Postfach zu erhalten!

Kennen Sie unseren YouTube-Kanal? Abonnieren Sie gerne auch unseren YouTube-Kanal von AMF Capital, auf dem wir Interviews vom Börsenparkett, wöchentliche Updates und täglich weitere Videos hochladen, um Sie stets auf dem Laufenden zu halten.

Über AMF Capital AG
Die AMF Capital AG ist eine unabhängige Investmentgesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main, die sich auf das Management von Aktien- und Rentenfonds sowie auf die Vermögensverwaltung individueller Mandate spezialisiert hat. Die Gesellschaft verfolgt eine langfristige, wertebasierte Anlagestrategie, die auf fundierten Analysen und einem bewährten Investmentprozess basiert.

DWIF-Newsletter

Bleiben Sie mit unserem wöchentlichen Newsletter Die Woche im Fokus jeden Donnerstag morgen auf dem aktuellen Stand der Kapitalmärkte.

Weitere Beiträge

  • Biotech-Aktien sorgten für spektakuläre Kursbewegungen, während schwacher Konsum Fielmann belastete. Am US-Rentenmarkt blieb der Renditedruck trotz höherer Treasury-Rückkäufe bestehen. Gold und Bitcoin profitierten von einem schwächeren Dollar und neuen Sorgen um die US-Schulden. Kommende Woche richten sich die Blicke auf Jackson Hole, Nvidia und wichtige Inflationsdaten.

  • Die Aktienmärkte fanden zurück in die Spur, unterstützt von starken Quartalszahlen und einer Erholung im Technologiesektor. Gleichzeitig sorgte ein überraschend schwacher US-Arbeitsmarkt für sinkende Treasury-Renditen und weniger Zinserhöhungsfantasie. In China bleibt die Nachfrage verhalten. In der kommenden Woche rücken vor allem die US-Inflationsdaten in den Mittelpunkt.

  • Die Kapitalmärkte wurden in dieser Woche vor allem von einer überzeugenden Berichtssaison großer US-Technologieunternehmen geprägt. Gleichzeitig rückten geldpolitische Signale der Notenbanken sowie anhaltender Inflationsdruck wieder stärker in den Fokus. Auch die jüngsten Konjunkturdaten zeichneten ein gemischtes Bild.

  • Die Berichtssaison nahm in dieser Woche deutlich an Fahrt auf und zeigte einmal mehr, wie stark Unternehmenszahlen und Ausblicke die Märkte bewegen können. Gleichzeitig sorgten steigende Anleiherenditen, eine vorsichtigere EZB und gemischte Konjunkturdaten für ein anspruchsvolles Marktumfeld.