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Die Woche IM FOKUS: Liquiditätsschub trifft Renditedruck
Biotech-Aktien sorgten für spektakuläre Kursbewegungen, während schwacher Konsum Fielmann belastete. Am US-Rentenmarkt blieb der Renditedruck trotz höherer Treasury-Rückkäufe bestehen. Gold und Bitcoin profitierten von einem schwächeren Dollar und neuen Sorgen um die US-Schulden. Kommende Woche richten sich die Blicke auf Jackson Hole, Nvidia und wichtige Inflationsdaten.
Aktienmärkte: Biotech-Euphorie trifft Konsumschwäche
Moderna und BioNTech standen nach einem wichtigen Fortschritt in der Krebsforschung im Mittelpunkt. Moderna meldete einen Phase-3-Erfolg für einen personalisierten mRNA-Krebsimpfstoff in Kombination mit Mercks Keytruda, woraufhin die Aktie am Mittwoch um 177% sprang – verstärkt durch Short-Eindeckungen. BioNTech legte rund 22% zu, da der Erfolg auch die mRNA-Technologie in der Onkologie stärkt; im September folgen eigene Studiendaten zu Lungenkrebs. Ein völlig anderes Bild zeigte Fielmann: Nach einer Senkung der Umsatz- und Gewinnprognose verlor die Aktie am Freitag rund 6,6% und unterstrich damit die weiterhin schwache Konsumstimmung in Deutschland.
Rentenmärkte: Treasury-Rückkäufe bringen nur kurze Entlastung
Das US-Finanzministerium kündigte an, die Rückkäufe langlaufender Staatsanleihen im kommenden Quartal auf mindestens 4 Mrd. US-Dollar zu verdoppeln. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries fiel daraufhin zunächst auf rund 4,63%, stieg bis Freitag jedoch wieder auf 4,74% und näherte sich damit ihrem 20-Monats-Hoch. Hohe Emissionsvolumina, wachsende Staatsdefizite und die Erwartungen an die Fed halten den Druck am langen Ende hoch. Gleichzeitig verlor der Dollar-Index nach der Treasury-Ankündigung deutlich und beendete die Woche bei rund 98,8.
Konjunktur: Gold und Bitcoin reagieren auf Liquiditätssignale
Besonders deutlich spiegelten sich die Entwicklungen bei Gold und Bitcoin wider. Gold stieg nach der Treasury-Ankündigung kräftig an, überschritt am Freitag die Marke von 4.600 US-Dollar je Unze und legte auf Wochensicht rund 5% zu. Neben dem schwächeren Dollar stützen vor allem Sorgen über die langfristige Tragfähigkeit der US-Staatsfinanzen das Edelmetall. Auch Bitcoin drehte deutlich nach oben: Short-Liquidationen von mehr als 4 Mrd. US-Dollar verstärkten die Bewegung, sodass der Kurs von rund 64.000 auf über 75.000 US-Dollar sprang und die Woche mit einem Plus von gut 20% beendete.
Ausblick auf die kommende Woche
In den USA steht das Jackson-Hole-Symposium im Mittelpunkt, insbesondere die Grundsatzrede von Fed-Chef Warsh am Freitag zur geldpolitischen und finanziellen Lage. Bereits am Mittwoch legt Nvidia Zahlen vor und liefert damit einen wichtigen Stimmungstest für den globalen KI-Boom; weitere Ergebnisse kommen unter anderem von Salesforce, CrowdStrike, Intuit und Palo Alto Networks. Makroseitig stehen die PCE-Inflation, Einkommen und Konsumausgaben, langlebige Güter, Neubauverkäufe sowie die zweite Schätzung zum US-BIP im Fokus. In Europa folgen die EZB-Protokolle, der deutsche Ifo-Index, Arbeitsmarktdaten und erste August-Inflationszahlen, während Anleger in China auf mögliche neue Stützungsmaßnahmen und in Japan auf Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten achten.
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Über AMF Capital AG
Die AMF Capital AG ist eine unabhängige Investmentgesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main, die sich auf das Management von Aktien- und Rentenfonds sowie auf die Vermögensverwaltung individueller Mandate spezialisiert hat. Die Gesellschaft verfolgt eine langfristige, wertebasierte Anlagestrategie, die auf fundierten Analysen und einem bewährten Investmentprozess basiert.
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