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Die Woche IM FOKUS: Robuste US-Jobs treffen auf neuen Preisdruck
Starke US-Arbeitsmarktdaten dämpften die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen und ließen die US-Anleiherenditen steigen. Am Aktienmarkt standen Volkswagens Sanierungsplan und Lululemons Prognosesenkung im Fokus. Gleichzeitig zogen die weltweiten Lebensmittelpreise erneut an. In der kommenden Woche richten sich die Blicke auf die US-Inflationsdaten und die EZB.
Aktienmärkte: Volkswagen überzeugt, Lululemon enttäuscht
Volkswagens Aufsichtsrat hat einem Sanierungsplan zugestimmt, der rund 50.000 weitere Stellenstreichungen und eine straffere Modellpalette vorsieht; bis 2030 soll die operative Marge auf 9 % steigen. Die Aktie gewann zeitweise rund 9 %, auch wenn die Umsetzung der Restrukturierung noch Jahre beanspruchen wird. Nach den schwachen Vormonaten scheidet Volkswagen dennoch am 21. September erstmals aus dem Euro Stoxx 50 aus. Lululemon senkte dagegen zum zweiten Mal in Folge seine Jahresprognose für Umsatz und Gewinn, belastet durch zurückhaltende Kunden in Nordamerika und wachsende Konkurrenz durch Alo Yoga und Vuori. Die Aktie verlor zeitweise fast 18 % und fiel auf den tiefsten Stand seit rund acht Jahren, während die neue Vorstandschefin Heidi O’Neill vor der Aufgabe steht, das Wachstum wieder anzukurbeln.
Rentenmärkte: Unterschiedliche Zinsperspektiven
Während die starken US-Arbeitsmarktdaten die US-Renditen steigen ließen, sank die Rendite zehnjähriger kanadischer Staatsanleihen von 3,80 % auf 3,78 %. Kanada meldete für August einen Verlust von 41.700 Stellen statt des erwarteten Zuwachses von 15.000, was Hoffnungen auf Zinssenkungen durch die Bank of Canada stärkte. Diese hatte ihren Leitzins zuletzt bei 2,25 % belassen und zugleich vor Inflationsrisiken gewarnt. In Großbritannien preist der Markt hingegen eine Zinserhöhung bis Jahresende und eine weitere bis März 2027 ein; die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen lag mit 5,14 % knapp unter dem 19-Jahres-Hoch von 5,29 %. Niedrigere Ölpreise sorgten für etwas Entlastung, doch Inflationssorgen und Zweifel an der Haushaltsdisziplin hielten die Renditen hoch.
Konjunktur: Lebensmittel teurer, US-Arbeitsmarkt robust
Der globale Lebensmittelpreisindex der FAO stieg im August um 1,9 % auf 133,3 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit November 2022. Besonders deutlich verteuerte sich Zucker mit 11,9 % angesichts von Sorgen um das Angebot in der Saison 2026/27; auch Getreide, Milchprodukte, Fleisch und Pflanzenöle legten zu. In den USA entstanden im August 162.000 neue Stellen, deutlich mehr als die erwarteten 56.000 und so viele wie seit fünf Monaten nicht. Die Arbeitslosenquote blieb bei 4,1 %. Der robuste Arbeitsmarkt verringert den unmittelbaren Druck auf die Fed, die Zinsen zu senken, und erhöht damit die Bedeutung der nächsten Inflationsdaten.
Ausblick auf die kommende Woche
Nach dem US-Börsenfeiertag am Montag stehen vor der Fed-Entscheidung am 16. September vor allem die August-Inflationsdaten an: Erwartet werden monatliche Anstiege von 0,4 % bei den Verbraucherpreisen, 0,2 % bei der Kernrate ohne Energie und Lebensmittel sowie jeweils 0,3 % bei den Erzeugerpreisen und ihrer Kernrate. Hinzu kommen das voraussichtlich weiterhin schwache Michigan-Konsumklima, Verkäufe bestehender Häuser, größere Anleiherückkäufe des US-Finanzministeriums sowie Quartalszahlen von Oracle und Adobe. In Europa steht die EZB im Mittelpunkt: Für Donnerstag wird eine weitere Anhebung des Einlagensatzes um 25 Basispunkte auf 2,5 % erwartet; daneben erscheinen finale Zahlen zu Wachstum und Beschäftigung im Euroraum. Deutschland veröffentlicht Industrieproduktion, endgültige Inflationszahlen und Handelsbilanz, während in Großbritannien Monats-BIP und Industrieproduktion anstehen. In Asien richten sich die Blicke auf Chinas Handels- und Inflationsdaten sowie Japans revidiertes BIP, Löhne, Leistungsbilanz und Erzeugerpreise, für die ein Anstieg von 7,4 % erwartet wird.
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Über AMF Capital AG
Die AMF Capital AG ist eine unabhängige Investmentgesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main, die sich auf das Management von Aktien- und Rentenfonds sowie auf die Vermögensverwaltung individueller Mandate spezialisiert hat. Die Gesellschaft verfolgt eine langfristige, wertebasierte Anlagestrategie, die auf fundierten Analysen und einem bewährten Investmentprozess basiert.
Starke Zahlen von Salesforce und Nvidia unterstrichen erneut die Dynamik rund um KI, während falkenhafte Fed-Signale die Renditen an den Anleihemärkten nach oben trieben. Konjunkturell überzeugte Indien, während der deutsche Arbeitsmarkt schwach blieb. In der kommenden Woche rücken vor allem US-Arbeitsmarktdaten und die europäische Inflation in den Fokus.
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