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Die Woche IM FOKUS: SpaceX-Euphorie trifft Inflationssorgen

Die vergangene Woche wurde von zwei dominierenden Themen geprägt: dem historischen Börsengang von SpaceX und einem erneuten Anstieg der Inflationssorgen. Während die Aktienmärkte zunächst unter erhöhter Volatilität litten, sorgten steigende Energiepreise auch an den Rentenmärkten für Bewegung. Gleichzeitig zeigten neue Konjunkturdaten eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums in Großbritannien. In der kommenden Woche stehen die Entscheidungen wichtiger Notenbanken sowie zahlreiche Konjunkturdaten im Mittelpunkt des Anlegerinteresses.

Aktienmärkte: SpaceX sorgt für Bewegung

Die US-Börsen zeigten zuletzt deutliche Schwankungen, besonders im Nasdaq 100. Ein Grund dürfte der Börsengang von SpaceX gewesen sein, der mit einem Ausgabepreis von 135 US-Dollar, 75 Milliarden US-Dollar Emissionsvolumen und einer Bewertung von 1,77 Billionen US-Dollar der größte IPO der Geschichte war. Die Aktie eröffnete bei 150 US-Dollar und schloss rund 19 Prozent höher bei etwa 160 US-Dollar.

Um sich am IPO zu beteiligen, dürften viele Anleger zuvor Aktien verkauft haben, was vor allem Tech- und KI-Werte belastete. Adobe geriet trotz starker Quartalszahlen ebenfalls unter Druck. Anleger schauen derzeit weniger auf die aktuellen Ergebnisse, sondern stärker auf Managementwechsel und die Frage, ob Adobe seine Marktposition im KI-Zeitalter verteidigen kann.

Rentenmärkte: EZB erhöht die Zinsen

Die EZB hob ihre Leitzinsen um 25 Basispunkte an – die erste Zinserhöhung seit 2023. Hintergrund sind steigende Energiepreise und neue Inflationsrisiken durch den Konflikt mit dem Iran sowie mögliche Störungen wichtiger Öltransportrouten. Auch in den USA zog die Inflation im Mai auf 4,2 Prozent an, den höchsten Stand seit April 2023.

Trotz der höheren Inflationsdaten reagierten US-Staatsanleihen nur verhalten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries beendete die Woche bei 4,48 Prozent.

Konjunktur: Preisdruck bleibt sichtbar

Auch die US-Erzeugerpreise zeigten erhöhten Preisdruck. Sie stiegen im Mai um 1,1 Prozent gegenüber dem Vormonat, vor allem wegen deutlich höherer Energiepreise. Besonders Benzin, Diesel, Kerosin und Erdgasprodukte verteuerten sich.

In Großbritannien schrumpfte die Wirtschaft im April um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Nach einem Wachstum von 0,3 Prozent im März war dies der erste Rückgang seit August 2025. Belastend wirkten der Nahostkonflikt und ein schwächerer Dienstleistungssektor.

Ausblick auf die kommende Woche

In der kommenden Woche stehen vor allem die Notenbanken im Mittelpunkt. Die Fed dürfte die Zinsen auf ihrer ersten Sitzung unter Kevin Warsh unverändert lassen. Entscheidend wird sein, ob sie angesichts des gestiegenen Inflationsdrucks weitere Zinserhöhungen signalisiert.

In Großbritannien dürfte die Bank of England den Leitzins bei 3,75 Prozent belassen. In Japan rechnen Märkte mit einer Zinserhöhung der Bank of Japan auf 1,0 Prozent. Zusätzlich liefern Konjunkturdaten aus den USA, China, Deutschland und Großbritannien neue Hinweise auf Wachstum, Inflation und die weitere Geldpolitik.

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Über AMF Capital AG
Die AMF Capital AG ist eine unabhängige Investmentgesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main, die sich auf das Management von Aktien- und Rentenfonds sowie auf die Vermögensverwaltung individueller Mandate spezialisiert hat. Die Gesellschaft verfolgt eine langfristige, wertebasierte Anlagestrategie, die auf fundierten Analysen und einem bewährten Investmentprozess basiert.

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Weitere Beiträge

  • Die Kapitalmärkte standen diese Woche im Spannungsfeld zwischen steigender Inflation und einer schwächeren Konjunktur. Während Bankaktien von höheren Zinserwartungen profitierten, gerieten Kryptowährungen massiv unter Druck. An den Rentenmärkten bereiteten sich Anleger auf eine weitere Zinserhöhung der EZB vor. Gleichzeitig belasteten rückläufige Wirtschaftsdaten aus der Eurozone die Wachstumsperspektiven.

  • Die Märkte wurden in dieser Woche erneut von zwei Kräften geprägt: starken Unternehmenszahlen aus dem KI-Umfeld und anhaltendem Inflationsdruck. Während Dell mit beeindruckendem Wachstum für Aufmerksamkeit sorgte, blickten Anleger an den Rentenmärkten auf PCE-Daten, Energiepreise und Renditebewegungen. Makroseitig belasteten schwächere Daten aus Frankreich und steigende deutsche Importpreise.

  • Die Märkte standen in dieser Woche zwischen starker Unternehmensdynamik und anhaltenden makroökonomischen Risiken. Nvidia und Walmart lieferten überzeugende Quartalszahlen, während sinkende Ölpreise die Anleihemärkte etwas entlasteten. Gleichzeitig bleibt die Konjunkturstimmung in Deutschland und Europa schwach.

  • Die Märkte standen in dieser Woche zwischen geopolitischen Risiken, steigenden Renditen und einer zunehmenden Differenzierung innerhalb der KI-Euphorie. Während US-Technologiekonzerne mit robusten Zahlen überzeugten, gerieten viele Rüstungsaktien trotz voller Auftragsbücher deutlich unter Druck. Gleichzeitig sorgten starke Inflationsdaten für neue Zinssorgen an den Rentenmärkten.