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Die Woche IM FOKUS: Starke Zahlen, fragile Makrolage

Die Märkte wurden in dieser Woche erneut von zwei Kräften geprägt: starken Unternehmenszahlen aus dem KI-Umfeld und anhaltendem Inflationsdruck. Während Dell mit beeindruckendem Wachstum für Aufmerksamkeit sorgte, blickten Anleger an den Rentenmärkten auf PCE-Daten, Energiepreise und Renditebewegungen. Makroseitig belasteten schwächere Daten aus Frankreich und steigende deutsche Importpreise. In der kommenden Woche rücken vor allem Arbeitsmarkt, Inflation und Einkaufsmanagerindizes in den Fokus.

Aktienmärkte: KI-Boom bleibt der zentrale Treiber

Dell Technologies gehörte in dieser Woche zu den großen Gewinnern an den Aktienmärkten. Die Aktie stieg um fast 40%, nachdem der Konzern ein Umsatzwachstum von 88% auf 43,84 Milliarden US-Dollar meldete. Haupttreiber bleibt die starke Nachfrage nach KI-Servern, zusätzlich gestützt durch eine deutlich angehobene Jahresprognose und einen neuen Fünfjahresvertrag mit dem US-Verteidigungsministerium. Auch Costco überzeugte mit starken Quartalszahlen: Der Umsatz stieg um 11,5% auf 70,53 Milliarden US-Dollar, getragen von höherer Kundenfrequenz, stärkerem Online-Geschäft und einer robusten Mitgliederbasis.

Rentenmärkte: Erleichterung trotz höherer Inflation

Die US-PCE-Daten zeigten einen Anstieg der Inflation auf 3,8%, während die Kernrate bei 3,3% lag. Da die Zahlen den Erwartungen entsprachen, reagierten die Rentenmärkte zunächst erleichtert. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries sank leicht auf 4,45%. Auch geopolitische Entspannungssignale halfen, den Ölpreis zu dämpfen. Dennoch bleibt eine schnelle Zinssenkung der Fed derzeit unwahrscheinlich. In Italien stieg die Inflation im Mai auf 3,2%, doch auch hier lagen die Daten im Rahmen der Erwartungen. Nach einem kurzen Renditesprung fielen 10-jährige italienische BTPs im Tagesverlauf wieder auf rund 3,65%.

Konjunktur: Europa spürt Gegenwind

Frankreichs Wirtschaft schrumpfte im ersten Quartal 2026 laut finalen INSEE-Daten um 0,1%. Damit wurde die erste Schätzung einer Stagnation nach unten revidiert. Besonders schwache Exporte, vor allem im Luftfahrtbereich, belasteten das Wachstum. Auch der private Konsum ging wegen höherer Energie- und Kraftstoffkosten zurück. In Deutschland stiegen die Importpreise im April um 5,3% gegenüber dem Vorjahr – der stärkste Anstieg seit über drei Jahren. Vor allem Energieimporte verteuerten sich deutlich und erhöhen damit den Inflationsdruck im Land.

Ausblick auf die kommende Woche

In den USA steht der Arbeitsmarktbericht für Mai im Mittelpunkt. Erwartet wird ein Stellenaufbau von 96.000 nach 115.000 im April, während die Arbeitslosenquote bei 4,3% bleiben dürfte. Auch JOLTS, ADP und die ISM-PMIs liefern wichtige Hinweise auf den Zustand der US-Wirtschaft. In der Eurozone richtet sich der Blick auf die vorläufigen Inflationsdaten, die kurz vor der EZB-Sitzung besonders marktbewegend sein könnten. Zusätzlich stehen Arbeitsmarktdaten, finale BIP-Zahlen sowie Einkaufsmanagerindizes aus China und wichtige Konjunkturdaten aus Japan an.

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Über AMF Capital AG
Die AMF Capital AG ist eine unabhängige Investmentgesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main, die sich auf das Management von Aktien- und Rentenfonds sowie auf die Vermögensverwaltung individueller Mandate spezialisiert hat. Die Gesellschaft verfolgt eine langfristige, wertebasierte Anlagestrategie, die auf fundierten Analysen und einem bewährten Investmentprozess basiert.

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Weitere Beiträge

  • Die vergangene Woche wurde von zwei dominierenden Themen geprägt: dem historischen Börsengang von SpaceX und einem erneuten Anstieg der Inflationssorgen. Während die Aktienmärkte zunächst unter erhöhter Volatilität litten, sorgten steigende Energiepreise auch an den Rentenmärkten für Bewegung. Gleichzeitig zeigten neue Konjunkturdaten eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums in Großbritannien.

  • Die Kapitalmärkte standen diese Woche im Spannungsfeld zwischen steigender Inflation und einer schwächeren Konjunktur. Während Bankaktien von höheren Zinserwartungen profitierten, gerieten Kryptowährungen massiv unter Druck. An den Rentenmärkten bereiteten sich Anleger auf eine weitere Zinserhöhung der EZB vor. Gleichzeitig belasteten rückläufige Wirtschaftsdaten aus der Eurozone die Wachstumsperspektiven.

  • Die Märkte standen in dieser Woche zwischen starker Unternehmensdynamik und anhaltenden makroökonomischen Risiken. Nvidia und Walmart lieferten überzeugende Quartalszahlen, während sinkende Ölpreise die Anleihemärkte etwas entlasteten. Gleichzeitig bleibt die Konjunkturstimmung in Deutschland und Europa schwach.

  • Die Märkte standen in dieser Woche zwischen geopolitischen Risiken, steigenden Renditen und einer zunehmenden Differenzierung innerhalb der KI-Euphorie. Während US-Technologiekonzerne mit robusten Zahlen überzeugten, gerieten viele Rüstungsaktien trotz voller Auftragsbücher deutlich unter Druck. Gleichzeitig sorgten starke Inflationsdaten für neue Zinssorgen an den Rentenmärkten.